Coach

Gründerin und Leiterin der C.A. Dancers ist Simone. Was sie bisher schon alles mit den Tänzerinnen erlebt hat und was sie am meisten an ihrem Team liebt, lesen Sie in unserem Interview!

  • Simone, wie kam es eigentlich zur Gründung der C.A. Dancers? Seit wann gibt es euch?

    Uns gibt es seit dem Sommer 2012. Ich hatte jahrelang eine Cheerleading-Gruppe betreut, die auf Akrobatik fokussiert war. Nach einiger Zeit merkte ich aber, dass Tanzen meine größere Leidenschaft ist und habe daher die C.A. Dancers gegründet. Im September 2012, also schon kurz nach unserer Gründung, wurden wir die Cheerdancer der Heidelberger Basketballer.

  • Uns interessiert natürlich was das “C.A.” in eurem Namen bedeutet?

    C.A. ist die Abkürzung für „Chubb Agency”. Das ist unsere Agentur, über die wir gebucht werden können. Wir gehören also keinem Verein an.

  • Ihr seid eine sehr vielseitige Truppe und man kann euch nicht nur als reine Cheerleader bezeichnen. Wo tretet ihr sonst noch auf?

    Cheerleader sind wir sowieso nicht, da wir keine Pyramiden bauen oder Bodenturnen einbringen. Wir bezeichnen uns daher als Cheerdancer. Was Auftritte angeht haben wir wirklich schon einiges mitgemacht – von einer 70er Show im Rosengarten Mannheim über „Background-Gesang” beim Klitschko-Kampf bis hin zu Background-Dancing für einen türkischen Popstar ist so ziemlich alles dabei. Außerdem drehen wir auch viele Videos: zum einen für den Sender Metropolregion TV und zum anderen für Künstler wie beispielsweise DJ T-Easy und DJ Boulevard Bou. Einige Firmen haben wir auch schon bei zahlreichen Promo-Aktionen unterstützt. Zudem haben wir noch ein „Contest-Team”. Das sind fünf Tänzerinnen, die für die C.A. Dancers bei Meisterschaften antreten wie zum Beispiel in Paris bei den European Open im Disneyland.

  • Wie lange dauert eure Vorbereitung auf so einen Auftritt? Habt ihr da eine bestimmte Routine?

    Puh… das kann man nicht so verallgemeinern. Bei einigen Auftritten schneidere ich komplett neue Choreographien auf die Wünsche der Kunden zu, das dauert natürlich länger. Und es hängt von der Dauer und der Anzahl der einzelnen Shows ab. Manche Auftritte gehen 8 – 15 Minuten, da braucht es mehr Training als für ein Time-Out beim Basketball.

  • Wie wird man eigentlich ein C.A. Dancer? Kann bei euch jeder mitmachen?

    Grundsätzlich ja – wenn man über 18 Jahre ist, denn wir haben kein Junior Team. Bisher sind die meisten Mädels über Mundpropaganda oder „Ich bring mal eine Freundin von mir mit” zu uns gestoßen. Einige auch einfach über unsere Website oder Facebook. Dadurch habe ich viele tolle Mädels kennengelernt, die alle mittlerweile gute Freundinnen sind. Einige trainiere ich schon seit über acht Jahren und es ist großartig zu sehen, wie sie sich entwickelt haben. Ich bin wirklich stolz auf mein Team und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe!

  • Was war euer bisher größter und spannendster Auftritt?

    Hmm… es gab schon so einige tolle Auftritte. Von den Harlem Globetrotters über die 90er Party für sunshine live: Dort konnten wir uns bezüglich Show und Kostümen extrem austoben und das hat richtig Spaß gemacht. Und vor 10.000 Menschen als Spice Girls zu performen, die alle zusammen „If you wannabe my lover“ singen, ist einmalig!

  • Das klingt wirklich nach spannenden Auftritten! Habt ihr auch schon peinliche Pannen erlebt?

    Natürlich! Und zwar so einige… da ist dann Humor und Improvisation gefragt. Es kann schon mal vorkommen, dass man sich vertanzt, ausrutscht, die falsche Musik eingespielt wird oder das Kostüm nicht mehr dort sitzt, wo es eigentlich hin sollte. Ein peinlicher Moment war bei einem Auftritt für den türkischen Sänger Serdar Ortaç. Er wollte uns auch zwischen den Songs in seine Show einbinden und sich auf türkisch mit uns unterhalten. Als wir ihm mit unseren fragenden Gesichtern verständlich machten, dass wir ihn nicht verstehen, hat er dann ins Englische gewechselt mit der Frage: “Can you do bellydance?” Tja, Überraschung: da mussten wir dann mal spontan die Bauchtänzerin mimen. Aber solche Situationen bleiben in Erinnerung und sind im Nachhinein wirklich witzig.

  • Wie lange tanzt du schon und für wen bist du schon aufgetreten?

    Ich tanze schon seit meiner Kindheit! Angefangen in verschiedenen HipHop-Gruppen habe ich auch Jazz, Modern, Ballett und Breakdance ausprobiert und bin dann zum Cheerleading mit Akrobatik gekommen. Unterrichtet habe ich für viele Verein, für die Abendakademie in Mannheim und Jugendhäuser. Ich habe auch sehr vielseitige Erfahrungen machen dürfen: Als Statistin im Nationaltheater Mannheim, als Background-Tänzerin beispielsweise für Captain Jack oder bei Videodrehs. Am meisten Spaß macht es mir, wenn ein Kunde ein Thema hat, das im Fokus steht und ich mich dann künstlerisch austoben darf.

  • Vielen Dank für das Inteview und weiterhin viel Erfolg für Dich und Dein Team!